Belastung mit Platinmetallen

Hintergrund

In Bodenproben lassen sich seit Jahren steigende Konzentrationen der Edelmetalle Platin, Rhodium und weiterer Platinmetalle nachweisen. Als Haupt-emittent gilt dabei der Straßenverkehr infolge der seit Mitte der Achtzigerjahre eingeführten und seit 1993 in allen Neuwagen mit Ottomotor eingebauten geregelten Dreiwege-katalysatoren. Die Platinemission von Katalysatoren ist jedoch nicht konstant, sondern wird durch Faktoren wie Geschwindigkeit, Temperatur und Alter des Katalysators beeinflusst. Die durchschnittliche Platinemission wird pro Fahrzeug auf 200 bis 300 ng pro gefahrenen Kilometer geschätzt.

In den Medien wird immer wieder vor ökologischen und ökonomischen Folgen gewarnt. Im Fokus stehen dabei meist die Auswirkungen auf den Menschen, weniger auf die Natur. Über die für den Menschen relevanten Belastungspfade liegen jedoch widersprüchliche Publikationen vor. So konnten auch durch die Zahnversorgung oder bei medizinischen Produkten, die beispielsweise in der Krebstherapie eingesetzt werden, relevante Platinbelastungen beim Menschen identifiziert werden.

 

Beitrag EUGT

EUGT hat beim Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Erlangen eine Studie gefördert zur Frage, ob sich in Abhängigkeit von der Verkehrsbelastung in Deutschland erhöhte Ausscheidungen von Platin, Rhodium und weiteren Platinmetallen im Urin der Bevölkerung nachweisen lassen. Von besonderem Interesse war, wie hoch diese Belastungen sind und aus welchen Quellen sie stammen.

 

Ergebnis

Platin und andere Edelmetalle beim Menschen werden maßgeblich durch das Vorhandensein von Zahnrestorationswerkstoffen auf Edelmetallbasis als Quelle bestimmt. Im Vergleich dazu spielen Edelmetallbelastungen durch den Straßenverkehr nur eine deutlich untergeordnete Rolle.